Hornissen

Das Sprichwort "7 Hornissen töten ein Pferd und 3 einen Menschen" stimmt nicht. Der Stich kann jedoch schmerzhafter empfunden werden, weil das Gift einen anderen Wirkstoff enthält als der von Bienen oder Wespen. Hornissen sind grundsätzlich nicht aggressiv und fliehen wenn sie gestört werden. Anders als die Wespen gehen sie niemals an die Kaffeetafel. Allerdings reagieren sie empfindlich wenn man ihrem Nest zu nahe kommt. Hält man einen Abstand von ca. 3 m ein und verhält sich ruhig, gibt es keine Probleme. Sie stechen nur, wenn sie gequetscht werden.

Hornissen sind sehr nützlich. Sie füttern ihre Larven mit zu Brei zerkauten Insekten (Fliegen, Wespen, Heuschrecken, Käfern, Libellen, Bienen, Spinnen, usw.). Ein Hornissenvolk kann pro Tag bis zu einem halben kg dieser Insekten erbeuten. Leider ist der Bestand an Hornissen rückläufig, weshalb sie als streng geschützt eingestuft wurden.

Allerdings haben Hornissen das Problem einen geeigneten Platz für ihr Nest zu finden. Da Höhlenbäume rar geworden sind, belegen sie gerne Nistkästen. So fehlbelegte Nistkästen aus Holz werden oft vom Buntspecht ausgeräumt der damit die Hornissenbrut vernichtet. Um so etwas zu vermeiden, hängen wir an geeigneten Stellen Hornissenkästen aus Holzbeton auf. Sie halten 25 Jahre oder länger und können vom Buntspecht nicht aufgebrochen werden. Da Hornissen immer wieder ein neues Nest anlegen, müssen die benutzten Kästen im Winter ausgeräumt werden.

Hornisse
Hornisse
Einflugöffnung im Hornissennest
Einflugöffnung im Hornissennest
Nistkasten aus Holz, der von Hornissen belegt war und vom Buntspecht ausgeräumt wurde
Nistkasten aus Holz, der von Hornissen belegt war und vom Buntspecht ausgeräumt wurde
Hornissenkasten aus Holzbeton
Hornissenkasten aus Holzbeton
Von Hornissen belegter Meisenkasten
Von Hornissen belegter Meisenkasten
Eine andere Ausführung eines Hornissenkastens aus Holzbeton
Eine andere Ausführung eines Hornissenkastens aus Holzbeton
© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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