Mehlschwalben

Die Mehlschwalben brüteten ursprünglich an senkrechten Felswänden. Brutkolonien an solchen natürlichen Stellen gibt es bis heute noch. Die meisten Vögel jedoch sind dem Menschen gefolgt und bauen jetzt ihre Nester an den Häusern. Gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Nestbau bieten Häuser mit einer rauen Fassade und einem Lehmvorkommen in unmittelbarer Nähe.

Gelegentlich werden brütende Mehlschwalben als lästig empfunden, weil der Kot der Jungvögel die Wände oder den Boden verschmutzt, oder das Gezwitscher einfach nervt.

Gegen Kot helfen Bretter, ca. 50cm unter dem Nest angebracht, die den Kot sammeln. Wenn die Vögel uns wieder in Richtung Afrika verlassen haben, können die Bretter gereinigt werden - übrigens, der Kot ist ein ausgezeichneter Biodünger.

Gegen eine Lärmbelästigung hilft meistens eine Umsiedlung an eine weniger störende Stelle. Hierzu wird vor der neuen Brutperiode ein künstliches Nest befestsigt. Da Mehlschwalben Koloniebrüter sind, empfiehlt sich gleich ein Doppelnest zu vewenden. Diese "Fertignester" werden gerne angenommen das sie den Vögeln Zeit und Energie sparen und sie gleich nach ihrer Ankunft mit der Brut beginnen können. Natürliche Schwalbennester haben eine kurze Lebensdauer und müssen im Frühjahr meist von den Vögel ausgebessert oder gar ersetzt werden.

Mehlschwalben-Nest unter einem Balkon
Mehlschwalben-Nest unter einem Balkon
"Vorbereitung" einer erneuten Verschmutzung
"Vorbereitung" einer erneuten Verschmutzung
Hier wurden Mehlschwalben-Nester entfernt
Hier wurden Mehlschwalben-Nester entfernt
Reste der entfernten Nester am Boden darunter
Reste der entfernten Nester am Boden darunter
Mehlschwalben-Nester über einem Gehweg
Mehlschwalben-Nester über einem Gehweg
Mit Kotbrettern konnte die Brutstelle gerettet werden
Mit Kotbrettern konnte die Brutstelle gerettet werden
Die Kotbretter gehen über die ganze Hauslänge
Die Kotbretter gehen über die ganze Hauslänge
Künstliche Doppel-Nester für Umsiedlung oder Neuansiedlung
Künstliche Doppel-Nester für Umsiedlung oder Neuansiedlung
© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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