Projekt Öko-Rallye

 

Die Öko-Rallye ist ein Umweltbildungsangebot für Vorschulkinder und ihre Eltern. Das Projekt möchte anregen, Natur und Umwelt in der unmittelbaren Umgebung kennen zu lernen. Mit einer Förderung durch die Sparkassenstiftung konnte die Öko-Rallye im Zeitraum 2013 bis 2015 an 4 Kindertagesstätten im Landkreis Freising durchgeführt werden.

 

Die Öko-Rallye ist ein Projekt der LBV Bezirksgeschäftsstelle Oberbayern.

Ansprechpartnerin: Julia Prummer, E-Mail, Tel.: 089/2196430-53


Nachlese: Öko-Rallyes im Landkreis Freising

Hier finden Sie die Pressemeldungen der im Landkreis Freising durchgeführten Öko-Rallyes. Beim LBV Oberbayern gibt es weitere Berichte von Öko-Rallyes.

 

 

Integrativer Gemeindekindergarten Haag an der Amper

Balancierstrecke im Wald
Balancierstrecke im Wald
Die Farbpalette des Frühlings
Die Farbpalette des Frühlings
Kleine und große Wasserforscher
Kleine und große Wasserforscher

Der Wetterbericht hatte Regen angesagt, als sich in Haag 35 Vorschulkinder des Integrativen Gemeindekindergartens mit mehreren Eltern und 4 Erzieherinnen auf den Weg machten, um während einer Öko-Rallye die Natur im nahen Umkreis zu entdecken. Mit Unterstützung einer Umweltpädagogin lernten die Eltern, ein Naturabenteuer für die Kinder zu planen und selbst durchzuführen. Dieses Projekt des Landesbundes für Vogelschutz konnte dank einer Förderung durch die Sparkassenstiftung an vier Kindergärten im Landkreis Freising durchgeführt werden. Tatsächlich kannten viele Teilnehmer das nahegelegene Waldstück an der Amper noch nicht und dementsprechend groß war die Entdeckerfreude. Die ganze Farbpalette des Frühlings wurde bei einem Suchauftrag am Wegrand gefunden. Kinder und Eltern bauten Rindenboote, die sogleich im Fluss auf große Fahrt gehen konnten. In Ufernähe durften Wassertiere gekeschert werden. Neben Bachflohkrebsen und diversen Larven gingen den Kindern auch drei beeindruckende Wasserskorpione ins Netz, die für leichte Gruselstimmung sorgten. Alle Tiere wurden natürlich schonend behandelt und nach ausgiebigem Bestaunen wieder frei gelassen. Dazwischen gab es viel Zeit zum Klettern, Spielen und Brotzeiten im Wald, unter anderem wurde eine rekordverdächtig lange Balancierstrecke ausprobiert. Auf dem Rückweg entdeckten die Kinder eindrucksvolle Biberspuren und ein Steine-Ratespiel forderte noch einmal die Aufmerksamkeit der Naturentdecker. Alle freuten sich auf die Rückkehr nach diesem erlebnisreichen Tag und waren froh, dass der Himmel bis dahin nur wenige Regentropfen durchgelassen hatte. Die großen und kleinen Teilnehmer waren durchweg begeistert und es ist nicht auszuschließen, dass die Haager Vorschulkinder ab jetzt häufiger im Wald oder auf der Wiese anzutreffen sind. (Martina Meidinger)


Evangelische Kindertagesstätte Regenbogen Eching

An einem Samstagvormittag trafen sich acht engagierte Papas und Mamas sowie zwei Erzieherinnen des Kindergartens Regenbogen mit der Umweltpädagogin Clara Dachs vom Landesbund für Vogelschutz (LBV). In einem Elternabend hatte Frau Dachs das Öko-Rallye-Projekt des LBV vorgestellt: Eltern lernen während einer rund zweistündigen Geländebegehung in der Nähe des Kindergartens naturpädagogische Spiele und Aktionen kennen. „Ein wichtiges Kriterium dabei ist, dass die vorgestellten Aktionen mit wenig oder ganz ohne Hilfsmitteln durchgeführt werden können“ sagt Julia Prummer, die Projektleiterin des LBV Oberbayern. Alle Spiele sollen direkt vor der eigenen Haustür umsetzbar sein. Zapfenwurf, Schleichpfad und Pflanzenmemory, die Möglichkeiten sind vielfältig und die Entscheidung für vier ausgewählte Aktionen fällt den Eltern sichtlich schwer. Schließlich bereiten sie einen Spielgelgang, ein Tierrätsel, das blinde Tasten am Seil und das Malen mit Naturfarben  in vier Stationen vor. Für die Öko-Rallye werden die 21 teilnehmenden Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt und starten zusammen mit je zwei Eltern auf den kleinen Rundkurs. Beim Spielgelgang erkunden sie Bäume aus einer anderen Perspektive und beim Tierrätsel werden Wald- und Wiesentiere erforscht. Der Tastpfad am Seil  erfordert einiges an Mut, doch auch die Kleinsten meistern diesen mit Unterstützung der Eltern. An der letzten Station gestalten alle gemeinsam mit Erdfarben ein Plakat als Erinnerung für den Kindergarten. Nach rund eineinhalb abwechslungsreichen Stunden zieht der hungrige Tross weiter zum Picknick am Kindergarten. Die Augen der Kinder leuchten und auch den Eltern ist die Begeisterung anzusehen. „Ich habe viele Ideen für unseren nächsten Sonntagsspaziergang mit den Kindern“, vermeldet eine Teilnehmerin. Auch Clara Dachs ist zufrieden. „Wir haben gezeigt, dass ein Naturerlebnis mit Kindern direkt vor der eigenen Haustüre möglich ist. Man muss dazu nicht ein einen Nationalpark fahren“, sagt die Umweltpädagogin. (Clara Dachs, Julia Prummer)


Gemeindekindergarten Spatzennest Allershausen

Kinder und Eltern auf dem Weg in die Natur.
Spannung pur beim Schneckenrennen.
Wassertiere keschern macht Spaß!
Wassertiere keschern macht Spaß!

"Schau mal, eine Entenfamilie!", diese Meldung führte zu begeistertem Gedränge an einen Gartenzaun. Die flauschigen Küken waren erst der Anfang einer Reihe von spannenden Entdeckungen, welche kürzlich in Allershausen gemacht wurden. Die Vorschulkinder des Gemeindekindergarten Spatzennest waren mit Eltern und Geschwistern auf einer Öko-Rallye unterwegs, um die Natur vor ihrer Haustür zu erforschen. Bei diesem Projekt des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) und der Bayerischen Sparkassenstiftung werden Eltern von einer Umweltpädagogin angeleitet, um ein Naturabenteuer für ihre Kinder selbst zu gestalten. Mit kurzweiligen Spielen und Aktionen kann so ein Spaziergang vor Ort zum aufregenden Erlebnis werden. Mit verbundenen Augen wurden Kastanien ertastet und im Ackerrätsel waren verschiedene Getreidearten gefragt. Beim Kletten-Dart konnten die Kinder die Klebkraft der stacheligen Samen erproben. Eine kräuterkundige Mutter demonstrierte der interessierten Schar, wie man Brennnesseln pflücken und an Ort und Stelle verspeisen kann, ohne juckende Bläschen davonzutragen. Ein kurzer Regenguss schuf die perfekten Voraussetzungen für ein Schneckenrennen. Durch eine Plexiglasscheibe konnte das schleimige Spektakel sogar von unten betrachtet werden. An der letzten Station wurden Wasserinsekten aus einem Weiher gekeschert und bestimmt. Danach wurden die winzigen Tierchen selbstverständlich wieder freigelassen. Zum Schluss legten die Kinder aus unterwegs gesammelten Schätzen gemeinsam ein farbenfrohes Mandala. Mit nach Hause nahmen alle kleinen und großen Öko-Rallye-Teilnehmer die Erkenntnis, dass man gar nicht weit fahren muss, um erlebnisreiche Stunden in der Natur zu verbringen. (Martina Meidinger)


Integrativer Kindergarten Regenbogen Hallbergmoos

Wunder am Wegesrand
Wunder am Wegesrand
Was lebt denn da im Bach?
Was lebt denn da im Bach?
Stachelige und klebrige Gewächse
Stachelige und klebrige Gewächse

Die Schulanfänger des Kindergarten Regenbogen in Hallbergmoos waren gespannt. Auf einer Öko-Rallye sollte die unmittelbare Umgebung des Kindergartens erkundet werden. Die gleich zu Beginn ausgesprochene Frage eines Kindes „Was soll denn daran so besonders sein?“, lässt erahnen, dass das Entdecken und Erforschen des Wohnumfeldes einigen Kindern auf den ersten Blick nicht sehr aufregend erscheint. Ein wichtiger Aspekt des durch die Sparkassenstiftung geförderten Projektes vom Landesbund für Vogelschutz ist, dass hier auch die Eltern aktiv werden dürfen. Nach einem Elternabend mit einer Einführung in die Umweltpädagogik sowie einer Ortsbegehung, auf der vorab die Stationen und Aufgaben festgelegt wurden, waren die Erwachsenen darauf gut vorbereitet. So machten sich an einem sonnigen Julitag siebzehn Kinder, zehn Eltern und drei Mitarbeiterinnen des Kindergartens, darunter auch die Leiterin Waltraud Karl, frohgelaunt auf den Weg. Die Tour führte vom Kindergarten aus an die Goldach und entlang des Baches warteten einige Aktionen auf die Teilnehmer. Bei verbundenen Augen wurde den kleinen Naturforschern ein stacheliges Ding in die Hände gelegt, dass sich nach einigem Raten als „Babykastanie“ entpuppte, also eine vorzeitig vom Baum gefallene Kastanienfrucht, die in diesem jungen Stadium gar nicht so einfach zu erkennen war. Weiter ging es an einem interessanten Gebüsch, in dem allerlei klebrige Samen zu finden waren. Auf mitgebrachten Handtüchern konnten die Kinder ausprobieren, welche Samen am besten haften. Beim Kletten-Labkraut kleben nicht nur die Früchte, sondern auch Blätter und Stiele. Karde, Klette und Nelkenwurz haften unterschiedlich stark, was bei einem Wurfspiel ausgiebig getestet wurde. Nach einer kleinen Brotzeit auf einem nahen Spielplatz, wurde dort noch ein lustiges Flugsamen-Spiel veranstaltet. Von einem Kletterturm herab, kamen verschiedene Samen angeflogen und die Kinder konnten nicht nur die unterschiedlichen Techniken bestaunen, mit denen sich die Samen von Ahorn, Linde oder Distel durch die Luft schrauben – sie durften auch versuchen, die Flugfrüchte mit Bechern aufzufangen. An der letzten Station wurden der Bach und seine Bewohner dann genauer untersucht. Beim Keschern in der Goldach kamen einige kleine Tierchen zutage, die die meisten Kinder zuvor noch nie gesehen hatten. Bachflohkrebse und Steinfliegenlarven, Wasserasseln und Libellenlarven waren darunter. Vorsichtig wurden die Tiere mit Pinseln aus dem Kescher gestreift, in Wannen oder Becherlupen betrachtet und anschließend ebenso vorsichtig wieder zurück in den Bach gesetzt. Dabei hatten auch die Erwachsenen, die für das Herausfischen zuständig waren, viel Spaß und neue Erkenntnisse. Auf dem Heimweg gab es dann allerhand zu erzählen und bei der Rückkehr in den Kindergarten wurde aus unterwegs gesammelten Schätzen wie Samen, Steine und Blätter noch gemeinsam ein Mandala gelegt. Martina Meidinger vom Landesbund für Vogelschutz, die das Projekt angeleitet hatte, überreichte dem Kindergartenpersonal und den Eltern einen Ordner mit umweltpädagogischen Spielideen, der auch sofort von einer interessierten Mutter ausgeliehen wurde. Der Zweck dieser Aktion, Eltern und Kindern zu zeigen, dass es auch direkt vor der Haustüre viel zu Entdecken gibt, dürfte sich somit erfüllt haben und die Eingangsfrage, was denn an der Öko-Rallye so besonders sei, wurde an diesem erlebnisreichen Vormittag ebenfalls anschaulich beantwortet. (Martina Meidinger, Fotos: Katherine Sanladerer)

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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