Artenschutz

Amphibien

Um unsere Amphibien ist es schlecht bestellt und viele Arten sind vom Aussterben bedroht. Ursächlich hierfür sind der Verlust an Lebensräumen, Spritzmitteln in der Landwirtschaft und der Straßenverkehr. Auf ihren Wanderungen überqueren die Tiere landwirtschaftliche Flächen und nehmen dabei Spritzmittel über die Haut auf. Dies vergiftet sie.

Eisvögel

Der Eisvogel ist ein ausgesprochener Nahrungs- und Brutspezialist. Im Landkreis Freising fehlt es nicht an sauberen Gewässern mit geeigneter Ufervegetation und reichem Fischbestand, aber es fehlt an Brutmöglichkeiten.

Fledermäuse

Der Fledermausschutz im Landkreis Freising erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Bayerischen Koordinationsstelle für Fledermäuse in Waldkraiburg.


Halsbandschnäpper

Der Halsbandschnäpper kommt von seinem Winterquartier in Afrika erst im Mai zu uns und verlässt uns bereits im August. Wegen der späten Ankunft findet er meistens nur belegte Nisthöhlen und würde gezwungener Weise weiter ziehen.

Haussperlinge

Noch vor 30 Jahren war es unvorstellbar, dass wir uns um die "Spatzen" sorgen müssen. Heutzutage leiden sie unter der zunehmenden Versiegelung der Böden. Für ihre Gefiederpflege brauchen die Haussperlinge, im Gegensatz zu den Feldsperlingen, regelmäßige Staubbäder. Wo es keine offenen Böden mehr gibt, können Haussperlinge nicht leben - auch wenn Nahrung vorhanden ist. Aber auch die Nahrungsquellen werden immer knapper. Auf Bauernhöfen waren früher die Getreidespeicher nie ganz dicht, sodass Spatzen Körner finden konnten. Das war besonders im Winter wichtig.

Hornissen

Das Sprichwort "7 Hornissen töten ein Pferd und 3 einen Menschen" stimmt nicht. Der Stich kann jedoch schmerzhafter empfunden werden, weil das Gift einen anderen Wirkstoff enthält als der von Bienen oder Wespen. Hornissen sind grundsätzlich nicht aggressiv und fliehen wenn sie gestört werden. Anders als die Wespen gehen sie niemals an die Kaffeetafel. Allerdings reagieren sie empfindlich wenn man ihrem Nest zu nahe kommt. Hält man einen Abstand von ca. 3 m ein und verhält sich ruhig, gibt es keine Probleme. Sie stechen nur, wenn sie gequetscht werden.


Mauersegler

Das Artenschutz-Projekt "Mauersegler" befindet sich noch in der Aufbauphase. Wir sind dabei die Brutplätze im Landkreis zu erfassen und zu überprüfen ob diese gefährdet sind. Je nach Ergebnis werden wir uns dann an die Gebäudebesitzer wenden und Vorschläge für den Erhalt der Brutplätze unterbreiten.

Mehlschwalben

Die Mehlschwalben brüteten ursprünglich an senkrechten Felswänden. Brutkolonien an solchen natürlichen Stellen gibt es bis heute noch. Die meisten Vögel jedoch sind dem Menschen gefolgt und bauen jetzt ihre Nester an den Häusern. Gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Nestbau bieten Häuser mit einer rauen Fassade und einem Lehmvorkommen in unmittelbarer Nähe.

Gelegentlich werden brütende Mehlschwalben als lästig empfunden, weil der Kot der Jungvögel die Wände oder den Boden verschmutzt, oder das Gezwitscher einfach nervt.

Rauchschwalben

Die Rauchschwalben bevorzugen für ihren Nestbau offene Innenräume. In früheren Jahrhunderten flogen sie oft durch den offenen Giebel (Rauchfang) ein und so erhielten sie ihren Namen Rauchschwalben. Sie sind exzellente Flieger und es reicht ihnen ein gekipptes Fenster um den Raum zu verlassen. Die aus Lehmklumpen gebauten Nester werden immer wieder benutzt. Sie sind der Witterung nicht so ausgesetzt, wie die der Mehlschwalben und daher dauerhafter.

 


Schmetterlinge

Das Artenschutz-Projekt "Schmetterlinge" bezieht sich auf die gesamte heimische Insektenwelt und ihre Nahrungsgrundlage, die Pflanzen. Das Vorhandensein von Insekten ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Fortpflanzung der meisten Vögel und für das Überleben von Fledermäusen, Reptilien, Amphibien, usw.

Uferschwalben

Als Bruthilfe für Uferschwalben wurde auf einer renaturierten Fläche der Kiesgrube Hallbergmoos eine gemauerte Brutwand errichtet. Weil die Wand im ersten Jahr nach der Fertigstellung sofort voll besetzt war, wurden die anfänglichen 150 Brutröhren im Jahr 2003 auf 300 erweitert. Seitdem werden dort jährlich ca. 600 Jungvögel gezählt und teilweise beringt. Die Brutwand ist ein Gemeinschaftsprojekt von LBV-Freising, dem Kiesgrubenbesitzer, dem Forstamt und engagierten Naturschützern.

Winterfütterung

Auf die Frage ob Vögel im Winter gefüttert werden sollen gibt es unsere Antwort: Ja. Aber das sollte mit Augenmaß erfolgen. Verwenden Sie nur hochwertiges Futter, wie es auch im LBV-Naturshop erhältlich ist.