Gebäudebrüter für Freising und Moosburg

Mauersegler, Schwalben und andere Arten haben sich als „Kulturfolger“ an den Lebensraum Stadt angepasst. Sie entwickelten sich von Baum- und Felshöhlenbrütern zu Gebäudebrütern, die in Nischen und Höhlungen von Dächern (Mauersegler) brüten oder deren Nester innerhalb (Rauchschwalben) oder außerhalb von Gebäuden (Mehlschwalben) angebracht werden.

 

Doch die Spezialisierung auf Brutplätze an und in Gebäuden bringt auch Gefahren. Bei Sanierung oder Neubau können sie ihr Quartier oder ihre Brut verlieren. Neubauten mit fugenlosen Fassaden bieten ihnen keine Möglichkeiten zur „Untermiete“ mehr. Daher brauchen sie den Schutz des Menschen zum Überleben.

 

Seit 2018 untersucht der LBV Freising den Bestand an Mauerseglern sowie Mehl- und Rauchschwalben im Landkreis Freising, um eine Grundlage für den Artenschutz dieser Gebäudebrüter zu schaffen.

 

Inzwischen wurden insgesamt 678 Brutplätze gefunden, davon in den Städten:

 

Anzahl Brutplätze   Mauersegler   Rauchschwalben   Mehlschwalben

Freising                                    209                              28                            46

Moosburg                                  60                              37                            14

Eching                                           8                                7                            52

 

Hauseigentümer können sich nun vor Sanierungsmaßnahmen über vorhandene Brutplätze informieren und sich zu speziellen Anforderungen der drei Arten beraten lassen.

An dem Gebäudebrüter-Projekt haben bislang 15 Mitglieder des LBV und der LBV Hochschulgruppe Freising mitgearbeitet. Das Projekt wird von der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Freising gefördert.

Ansprechpartner sind Christian Langebartels und Susanne Liebl.