LBV Kreisgruppe Freising

Exkursion in Freising

Auch wenn der für Samstag 26. September, geplante Freisinger Aktionstag zum Thema Ehrenamt ausfallen muss,  will die Freisinger LBV-Kreisgruppe  diesen Tag nutzen, um sich und ihre Arbeit vorzustellen. Während andere Freisinger Vereine und Organisationen sich in verschiedenen Auslagen von Freisinger Geschäften präsentieren, soll dem LBV die stadtnahe Natur als Schaufenster dienen. Unter dem Motto "Schaufenster Natur" finden um  8 und um 10 Uhr vogelkundliche Führungen am Stadtrand statt.  Treffpunkt ist an der Karlwirt-Kreuzung am Aufgang zum Lindenkeller vor der an der Eisdiele. Interessierte Teilnehmer werden gebeten, sich an die derzeit geltenden Hygiene-Vorschriften zu halten.

Stammtisch im Oktober abgesagt

Auch der Oktober-Stammtisch der LBV-Kreisgruppe Freising muss coronabedingt leider ausfallen. Am Mittwoch, 7. Oktober, wäre Manfred Siering, der Vorsitzende der Ornithologischen Gesellschaft Bayern, als Referent zu Gast gewesen, um über Klimaerwärmung und Artenwandel in Bayern zu sprechen.

Der Raum der Begegnung im Haus der Vereine, in dem die Vorträge des LBV stattfinden, ist aber derzeit wegen der Hygienevorschriften nur für eine beschränkte Personenzahl zugelassen.

 

Dafür können Interessierte am Sonntag 4. Oktober, einiges über den Vogelzug erfahren. Von 8 bis 12.30 Uhr gibt es im Rahmen der diesjährigen European Birdwatch-Tage am LBV-Beobachtungsturm im Freisinger Moos (an der Verbindungsstraße zwischen Vötting und Pulling vor der Moosachbrücke) Informationen über das herbstliche Zuggeschehen.

Der Anfang ist gemacht

Am Samstag, den 19.9.2020 erfolgte der erste Teil der diesjährigen Pflegeaktion auf der Brandstadlfläche. Damit haben wir diese 10 Hektar sprichwörtlich in unsere Hände genommen und wollen es zu einem artenreichen Biotop entwickeln.

 

Zu fünft haben wir begonnen zunächst im vorderen Bereich die Goldrute, hohes Gras und Weiden zu entfernen, damit Pflanzen, die nur auf mageren Standorten wachsen, dort eingesät werden können. Das sind die Pflanzen die in unserer Landschaft fehlen, weil sie als Unkräuter gelten und von der Landwirtschaft bekämpft werden. Aber genau auf diese Pflanzen sind viele unserer Schmetterlinge und generell heimische Insekten angewiesen. Fehlen diese Pflanzen, so gibt es keine Insekten und unseren Vögeln, Reptilien, Amphibien, usw. fehlt die Nahrung.

 

Es wird nicht einfach sein, aus einer Kiesgrube, die mit angeliefertem Aushubmaterial verfüllt und mit Schlämmsand aus dem Kieswerk abgedeckt wurde ein artenreiches Biotop zu entwickeln. Überließe man diese Entwicklung der Natur allein, so würde es Jahrhunderte dauern bis sich ein biologisches Gleichgewicht eingestellt hat. In der Endform wäre es dann Wald und kein guter Lebensraum für unsere Insekten.

 

Der Einsatz von schweren Maschinen, wie vielerorts praktiziert, ist nicht möglich weil der Boden nicht tragfähig ist und sich bei Feuchtigkeit wie Treibsand verhält. Also müssen die meisten Pflegearbeiten mit leichtem Gerät und händisch durchgeführt werden. Die UNB unterstützt uns dabei finanziell und hat bereits Aufträge an Landschaftspfleger erteilt. Aber es darf nicht vergessen werden, dass jede Pflege auch Schäden an der Flora und Fauna verursacht von der sich die Natur wieder erholen muss und damit den Pflegeeffekt schmälert. Deshalb wollen wir nur so viel pflegen wie unbedingt nötig und händisch ist am schonendsten für die Natur.

 

Nach 3 Stunden Pflege gönnten wir uns eine Brotzeit und genossen den strahlenden Tag. Dass wir trotzdem ins Schwitzen gekommen sind, beweist der Idas-Bläuling auf Susannes Hand, der nicht genug von den Schweißmineralien haben konnte. Übrigens, Schmetterlinge die Mineralien von der Haut oder vom Boden aufnehmen sind nur Männchen. Diese Mineralien werden bei der Paarung mit der Spermatophore an das Weibchen weitergegeben. Je mehr ein Männchen davon zu bieten hat desto attraktiver ist es für die Damenwelt.

 

Vielen Dank an Isabella, Susanne, Hildegard und Annya.

Euer Heinz Kotzlowski.

 

LBV Biotop Brandstadl

 

Aktivitäten der Kreisgruppe

Unsere Kreisgruppe besteht derzeit aus ca. 630 Mitgliedern und widmet sich dem Schutz und Erhalt der Natur im Landkreis Freising. Jeden ersten Mittwoch im Monat treffen wir uns um 19:30 Uhr im "Raum der Begegnung" (Major- Braun-Weg 12, Raum E02) in Freising, um Beobachtungen und Erfahrungen auszutauschen. Über das ganze Jahr bieten wir Fachvorträge an und führen Exkursionen in die Natur durch. Unser Beobachtungsturm im Freisinger Moos steht auch Gästen zur Verfügung.

 

Falls Sie Interesse an einer Mitarbeit im Naturschutz haben, dann kommen Sie zu unseren Treffen und sprechen uns an. Wir würden uns freuen, Sie bei uns begrüßen zu dürfen, denn wir brauchen mehr Gleichgesinnte, die sich für unsere Natur einsetzen.

 

Auf dieser Internetseite stellen wir nicht nur unsere Aktivitäten vor, sondern versuchen auch Wissen und Anregungen zu vermitteln. Naturschutz zu praktizieren erfordert nicht unbedingt eine Zugehörigkeit zu einem Naturschutzverband. Aber Erfahrungen und Informationen eines großen Verbandes über bewährte Lösungen können Zeit und Geld sparen. Falls Sie auf unserer Seite keine Antwort auf Ihre Fragen gefunden haben, empfehlen wir Ihnen die Verbandsseite: lbv.de/ratgeber aufzusuchen.

 


Programm 2020
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Europäische Fledermausnacht am 29./30. August (Mo, 17 Aug 2020)
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